Bildquelle: Viessmann Werke
Wärmepumpen - Vorhandene Wärme nutzen
Die Nutzung regenerativer Energieformen gewinnt immer mehr an Bedeutung. Dafür mitverantwortlich ist das ständig steigende Umweltbewußtsein und der Wunsch nach wirtschaftlicher, komfortabler und zukunftssicherer Heiztechnik. Dies zeigt auch der deutliche Trend zu Heizungsanlagen mit Brennwert- und Solartechnik. Auch Wärmepumpen nutzen regenerative Energien aus der Umwelt - und zwar die gespeicherte Sonnenwärme in der Luft, im Erdreich und im Grundwasser.

3/4 Umweltwärme + 1/4 Endenergie Strom = 4/4 Nutzwärme.

Wärmepumpen funktionieren wie Kühlschränke: Im Gegensatz zum Kühlschrank wird bei der Wärmepumpe nicht die kalte, sondern die warme Seite des thermodynamischen Kreisprozesses genutzt. Ein geeignetes Gas (Arbeitsmittel, Kältemittel) wird verdichtet und wieder entspannt, so dass der gewünschte Effekt der Erwärmung oder Kühlung eintritt.
Für die Wärmeerzeugung wird beispielsweise der Umgebungsluft auf niedrigem Temperaturniveau Wärme entzogen und mit ihr ein bei niedriger Temperatur siedendes "Arbeitsmittel" (klimaverträgliches Arbeitsmittel wie R407 C) ver- dampft. Das zuvor flüssige Arbeitsmittel verlässt den Verdampfer gasförmig. Das Gas wird in einem Verdichter komprimiert und damit erwärmt. Das erwärmte Gas gibt die Wärme im Kondensator an das Heizungswasser zur Gebäudebeheizung oder zur Trinkwasserbereitung ab und verflüssigt sich dabei wieder. Zuletzt wird das noch unter Druck stehende Arbeitsmittel in einem Expansionsventil entspannt, und der Kreislauf beginnt von vorne.